Auf zu neuen Ufern: Das Grafikmagazin ist da!

Nuuna neues grafikmagazin 1350

Die Printbranche leidet, Corona wütet – um in diesen Zeiten ein Magazin zu gründen, braucht es ganz schön viel Mut und Leidenschaft für die Sache. Gut, dass die Macher des Grafikmagazin jede Menge davon haben!

Mit unserer Affinität zu Grafikdesign, Papier und Druck waren wir immer schon Fans der novum. Nun wurde das älteste deutsche Design-Magazin eingestellt. Umso mehr freuen wir uns, dass es die Chefredakteurin Christine Moosmann und ihr Team nicht dabei belassen und das brandneue Grafikmagazin aus der Taufe gehoben haben. Der Phoenix Verlag, der extra für das Grafikmagazin gegründet wurde, ist eine Referenz auf den Verlag Phoenix Druck, der die novum 1924, damals unter dem Titel Gebrauchsgraphik, zum Leben erweckt hatte.

Schon die erste Ausgabe macht deutlich, dass einige Besonderheiten der novum auch das Grafikmagazin prägen sollen. Zum Beispiel der große Wert, der Papier, Drucktechnik und Veredelung beigemessen wird. So ist die Rubrik „Produktion & Publishing“ herausstechenden Print-Projekten gewidmet und wird in jeder Ausgabe auf ein anderes Papier gedruckt, in diesem Fall Lessebo Design (mit einem CO2-Ausstoß von 22 kg pro Tonne übrigens eines der umweltfreundlichsten Papiere überhaupt).

Was die Typografie des Magazins angeht, wurden die klassische und zugleich frische Schrift ABC Favorit und die extrem variable Arizona der Schweizer Typo-Agentur Dinamo ausgewählt. In der Rubrik „Design & Research“ soll zudem in jedem Heft eine neue Schrift präsentiert werden.

Ebenfalls in dieser Ausgabe zu finden: Orte à la Wes Andersen, queere Fotografie, die Künstlerin Camille Walala, das Magazin Katapult und ein Interview mit Jonas Wyssen, dem Macher des Buches „Followers of the Flow“, das wir von brandbook produziert haben.

Und von außen: Bei dem im Offsetdruck umgesetzten Cover-Design handelt es sich um ein Plakatmotiv, das der Schweizer Buchdrucker Dafi Kühne exklusiv zum Launch des Magazins entwickelt hat. Wie auch dem Grafikmagazin selbst, das frische Inhalte mit dem klassischen Format einer Print-Publikation verbindet, ging es auch Kühne um die Vereinigung von Traditionellem und Zeitgemäßem. So formen alte Stege und Regletten aus dem Buchdruck das Wort „neu“. Überlagert wird das Motiv von einem Schriftzug, der am PC gezeichnet wurde und auf dem Cover mit einem weißen Relieflack umgesetzt ist.

Wir finden: Optisch, inhaltlich und haptisch ein echtes Erlebnis. Startschuss gelungen!